Archiv der Kategorie: Adoptionsrecht und Pflegekinder

Herkunftssuche

Adoptivkinder haben das Recht, ihre Herkunft zu kennen. Das Auskunftsrecht der Kinder über ihre leiblichen Eltern informiert zu werden, wird von geeigneten kantonalen Stellen unterstützt (Art. 268c ZGB).

Im Kanton Zürich ist für die Beratung und Unterstützung die PACH zuständig: PACH, Pflege- und Adoptivkinder Schweiz, Pfingstweidstrasse 16, 8005 Zürich, 044 360 80 90.

Adoption – (Stiefkind) Stiefkindadoption

Seit 1. Juli 2014 sind die Ehegatten als Stiefeltern verpflichtet, den anderen in der Ausübung der elterlichen Sorge von Stiefkindern in angemessener Weise zu unterstützen und zu vertreten, wenn die Umstände die Unterstützung erfordern (Art. 199 quinquies ZGB).

Die Stiefkindadoption richtet sich nach den Bestimmungen über die Adoption in Art. 264 ff. ZGB. Weiterlesen

Adoption – Namensrecht und Namensänderung

Die Adoptiveltern können ihrem Kind bei der Adoption einen neuen Vornamen geben (Art. 267 Abs. 3 ZGB).

Der Nachname des Adoptivkindes wird nach den Regeln und Wirkungen des neuen Kindesverhältnisses mit den Adoptiveltern resp. dem Adoptivelternteil bestimmt (Art. 270 ff. ZGB in Verbindung mit 267 ZGB).

altrechtliche einfache Adoption vor 1. April 1973

Vom 1.1.1912 bis 1.4.1973 galt das alte Adoptionsrecht mit der einfachen oder schwachen Adoption (sog. Kindesannahme). Mit der einfachen Adoption nach altem Recht blieb das Kindesverhältnis zu den leiblichen Eltern bestehen und das adoptierte Kind hatte nach altem Recht zwei Familien. Die Erbberechtigung gegenüber den leiblichen Eltern blieb bestehen. Weiterlesen

Adoption eines ausländischen Kindes (Internationale Adoption)

Die kantonale Behörde (Zentrale Behörde des Kantons, ZBK) entscheidet vor der Einreise des Kindes über die Bewilligung zur Aufnahme eines bestimmten Kindes (Art. 7 der Verordnung über die Adoption [AdoV]). Im Kanton Zürich ist das Amt für Jugend und Berufsberatung die Kantonale Zentralbehörde Adoption.

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Adoption – Wartezeit in der Schweiz

Bei der gemeinschaftlichen Adoption müssen die Ehegatten resp. registrierten Partner das 28. Altersjahr zurückgelegt haben. Die Haushaltgemeinschaft muss mindestens drei Jahre gedauert haben (Art. 264a ZGB). Eine unverheiratete Person muss ebenfalls mindestens 28 Jahre alt sein (Art. 264b ZGB).

Das am 1. Januar 2018 in Kraft getretene revidierte Adoptionsrecht (BBl 2015 877) reduziert das Mindestalter von adoptionswilligen Personen (Einzel- und gemeinschaftliche Adoption) von 35 auf 28 Jahre.

Bei der Stiefkindadoption sieht auch schon das geltend Recht kein Mindestalter vor.

Die Beziehungsdauer wird von fünf auf drei Jahre gesenkt. Massgebend ist nicht mehr die Ehedauer, sondern die gemeinsame Hausgemeinschaft.